Erneute Markierung freier und unabhängiger Medienportale von links: Das „Antifaschistische Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin“ (Apabiz) hat Apollo News in einem neuen Beitrag als „Kampagnenportal, das rechte Narrative bedient“ bezeichnet und vermeintliche Hintergründe zum jungen Medienunternehmen recherchiert. Der Artikel beim Antifa-Portal folgt drei Monate auf die Aufforderung des Bezirksverbands der Linken in Treptow, „rechten Medien auf die Tasten [zu] treten“.
In dem Artikel, der mit „Von Alt-Treptow in den rechten Orbit“ betitelt ist, wird Apollo News als gefährliches Medium seziert. Die Redaktion von „Berlin rechtsaußen“, so der Untertitel, verortet das Portal in einem „repräsentativen 180-Quadratmeter großen Loft“ in Alt-Treptow und verknüpft es mit der „Symphonie rechter bis extrem rechter Online-Medien“. Gegründet 2018 als Schülerblog, habe sich Apollo News unter Chefredakteur Max Mannhart professionalisiert, mit Verbindungen zu Medien wie Tichys Einblick oder NIUS. Der Text wirft dem Medium vor, „gängige Feindbilder der konservativen bis extremen Rechten“ zu bedienen: Migration, Klimapolitik, Grüne und Antifaschisten. Apollo News werde als Teil einer „rechten Gegenöffentlichkeit“ dargestellt, die sich gegen die „Mächtigen“ stemme, eine Selbstdarstellung, in der das „antifaschistische Pressearchiv und Bildungszentrum“ Strategie und Inszenierung wittert. Apollo News wird in dem Beitrag angeblich ganz wertneutral analysiert, indirekt aber von linker Seite als Bedrohung markiert. Auch Finanzierungsdetails und Werbepartner wie Kettner Edelmetalle werden in dem Beitrag benannt. Eine längere Version des Artikels, so Apabiz, soll Ende Januar erscheinen.
Der Beitrag, in dem die Antifaschisten „Monitoring“ (also so etwas wie „strategische Beobachtung“) sehen, wird auch auf Instagram mit Kacheln beworben: Dort teast Apabiz den Artikel mit dem Hashtag #rechtemedien und dem Slogan „monitor 101“. Hier heißt es wörtlich: „Mit Apollo News hat eines der reichweitenstärksten rechten Medienportale Deutschlands seinen Redaktionssitz im Berliner Stadtteil Alt-Treptow.“ Das Portal „geriert sich wie viele andere rechte Medien als Teil einer unangepassten und gegen die Herrschaft der ‚Mächtigen‘ gerichteten Gegenöffentlichkeit“. Eine klare Etikettierung, die Apollo News in die rechte Ecke drängt, also: für Linke zum Feindbild macht.
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