Vom ersten Tag an war zu erkennen: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sucht die große Bühne, er will Weltpolitik mitgestalten und in Europa die Führungsrolle übernehmen, die sein Vorgänger Olaf Scholz (SPD) nicht ausfüllen konnte. Entsprechend reiste Merz gleich am ersten Amtstag nach Frankreich und Polen, wenig später nach Brüssel und die Ukraine und nun nach Albanien zum Treffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) in Tirana.
Die innenpolitischen Herausforderungen Deutschlands sind aber nicht minder groß, etwa bei der Frage, wie sich Deutschland sicher und vor allem günstig mit Energie versorgen kann. Während Merz nach Albanien gereist ist, setzt sich die Renaissance einer Technologie fort, der sich die Union im Wahlkampf noch verschrieben hat, die im Koalitionsvertrag von Schwarz-Rot aber nicht mehr auftaucht: die Atomkraft.
Kanzler Merz trifft Edi Rama, Ministerpräsident von Albanien.
In Belgien ist der Atom-Ausstieg gerade rückgängig gemacht worden. Statt die vier Reaktoren abzuschalten, wie es ursprünglich der Plan war, stimmte das Nationalparlament in Brüssel am Donnerstag mit großer Mehrheit dafür, die Laufzeiten zu verlängern – und mehr noch: Es sollen auch neue Kernkraftwerke gebaut werden.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











