Die Grünen in Schleswig-Holstein bringen eine Pflichtabgabe für den öffentlichen Nahverkehr ins Gespräch. Jeder Einwohner des Landes könnte demnach künftig einen festen Beitrag zahlen und dafür Busse und Bahnen unbegrenzt nutzen. Das berichtet die Kieler Nachrichten unter Berufung auf die Grünen-Landtagsabgeordnete Nelly Waldeck.
„Ich sehe große Chancen in einer Umlagefinanzierung für den ÖPNV“, sagte Waldeck der Zeitung. „Das würde bedeuten, dass jeder Mensch in Schleswig-Holstein einen vergleichsweise geringen Betrag bezahlt und dafür Busse und Bahnen im Norden unbegrenzt nutzen darf.“ Ein solches Modell sei auf Landesebene „gut vorstellbar“.
Nach Berechnungen der Grünen könnte eine solche Abgabe im Durchschnitt bei knapp zehn Euro pro Kopf und Monat liegen. Damit ließen sich laut Waldeck Einnahmen ersetzen, die derzeit über den Verkauf einzelner Fahrscheine sowie über den Landesanteil am Deutschlandticket erzielt werden.
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