„Auf dem richtigen Weg“: Friedrich Merz spricht sich für mehr Regulierung und Altersgrenze bei sozialen Medien aus

vor etwa 2 Monaten

„Auf dem richtigen Weg“: Friedrich Merz spricht sich für mehr Regulierung und Altersgrenze bei sozialen Medien aus
Bildquelle: Apollo News

In der Podiumsdiskussion auf dem Katholikentag sprach sich Friedrich Merz auch für eine Regulierung sozialer Medien aus. Die Internetplattformen müssten stärker in die Pflicht genommen werden. Amy Kirchhoff, die Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz, sagte im Gespräch mit dem Bundeskanzler, dass man sich die sozialen Medien als „demokratischen Raum“ zurückholen müsse – insbesondere, weil „eine Partei“ dort sehr stark vertreten sei.

Auf die Aussage von Kirchhoff eingehend antwortete der Bundeskanzler, dass er das zwar auch so sehe, jedoch skeptisch sei, ob sich das so leicht umsetzen lasse. Besonders bei „KI-gesteuerten Fake News“ sehe er ein Problem. Sowohl in Deutschland als auch auf europäischer Ebene diskutiere man darüber, wie man die sozialen Medien „stärker regulieren“ könne. Es gab Applaus aus dem Publikum. Die Internetplattformen müssten stärker Verantwortung für die Inhalte übernehmen. Er verglich das mit der Wochenzeitung Die Zeit. Wenn die etwas Falsches schreiben würde, könnte man das richtigstellen lassen. Doch im Internet seien diejenigen, die etwas Falsches behaupten, „namentlich nicht identifizierbar“. Jugendliche seien teilweise vier, fünf oder sechs Stunden am Tag am Handy, was sich nachteilig auf ihre kognitiven Fähigkeiten auswirke.

Der Moderator warf ein, dass das World Economic Forum Desinformation als zweitgrößte Gefahr überhaupt eingestuft habe. Die 19-jährige Amy Kirchhoff betonte, dass soziale Medien wie TikTok neben Gefahren auch Vorteile böten: So könnten sich junge Menschen austauschen und Vorbilder finden, zum Beispiel, wenn sie neurodivergent seien. Auch bei der Bundesschülerkonferenz werde oft übersehen, dass Social Media „auch ein Schutzraum“ sein könne.

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