Die Spitzenpolitikerin der Grünen, Annalena Baerbock, wurde beim ZDF gefragt, ob die Partei die Probleme im Land übersehen habe. Daraufhin antwortete sie: „Nein, ganz und gar nicht. Dass in diesem Land alle sehr, sehr aufgewühlt sind, dass es viele große Sorgen und Ängste gibt, das haben wir natürlich klar gesehen.“
Weiter sagte sie: „Wir haben unsere Rolle aber auch darin gesehen, die Dinge nicht so einfach zu sehen oder populistische Antworten zu geben.“ Die Grünen wollten die Kraft zur Differenzierung aufbringen, doch damit „waren wir nicht komplett erfolgreich“. Die Zahlen der AfD seien erschreckend, so Baerbock. Die Stimmen für die AfD machen deutlich, „wie wichtig es ist, dass wir einen klaren Kurs für Weltoffenheit brauchen“.
Zu möglichen Regierungskoalitionen wollte sie sich nicht äußern. Gespräche seien davon abhängig, welche Parteien es in den Bundestag schaffen. Nach der ZDF-Hochrechnung von 19:30 Uhr hat die Partei 2,4 Prozentpunkte gegenüber der Bundestagswahl 2021 verloren. Diesen Stimmenverlust kreidete Baerbock der Union an. Denn weil die Union zusammen mit der AfD abgestimmt habe, hätten manche progressive Wähler gesagt: „Mit dieser CDU will man nicht regieren, will lieber nicht Regierungsverantwortung übernehmen“, so Baerbock.
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