Baerbocks Visa-Affäre: Auch islamistische Gefährder kamen nach Deutschland

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Baerbocks Visa-Affäre: Auch islamistische Gefährder kamen nach Deutschland
Bildquelle: Apollo News

Tausende Afghanen könnten dank der mutwilligen Missachtung von Recht und Gesetz seitens deutscher Behörden in den letzten Jahren illegal eingereist sein. Das geht aus immer neuen Enthüllungen rund um den Visa-Skandal des Auswärtigen Amtes hervor, wegen dem nun auch die Staatsanwaltschaften von Berlin und Cottbus ermitteln (lesen Sie hier und hier mehr). Nun ergeben Recherchen von Welt: In der pakistanischen Hauptstadt Islamabad wurden von der deutschen Botschaft auch Visa für afghanische Staatsbürger ausgestellt, die sich nach ihrer Ankunft in Deutschland als islamistische Gefährder herausstellten.

Schon im Juli hatte die Bild enthüllt, dass seit Sommer 2021 eine unbekannte Anzahl an Afghanen einreisen durfte, die auf einer „Bad-Guys-Liste“ vom Militärischen Abschirmdienst standen. Anhand der Informationen, die Welt aus deutschen Sicherheitsbehörden erfuhr, muss man sich nun fragen, wie viele der 472 islamistischen Gefährder, die sich aktuell in Deutschland befinden, über das Aufnahmeprogramm eingereist sind. Insgesamt sind seit der Machtübernahme der Taliban laut dem Auswärtigen Amt bis April 33.200 Afghanen über das Aufnahmeprogramm nach Deutschland eingereist. Laut Welt reisten darüber hinaus bis August 2024 rund 135.000 Afghanen illegal ein und stellten einen Asylantrag.

Rund 1.000 Nichtregierungsorganisationen wurden von deutschen Behörden beauftragt, in Afghanistan eine Vorauswahl an möglichen Visa-Kandidaten zu erstellen. Die Kandidaten werden dann in der deutschen Botschaft in Islamabad vorstellig, wo über ihren Visa-Antrag entschieden wird. Nach Informationen von Welt, organisierte die „Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit” 11.000 Reisen für potenzielle Visa-Kandidaten von Afghanistan nach Pakistan und übernahm die Kosten für Reise, Unterkunft und Verpflegung.

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