In München wurde ein massiver Skandal in der Ausländerbehörde der Stadt aufgedeckt. Am Donnerstag führte die Polizei Hausdurchsuchungen in den Privatwohnungen dreier Beschuldigter durch, von denen eine in der Ausländerbehörde gearbeitet hatte – es geht, wie die Staatsanwaltschaft München I ihnen vorwirft, um gewerbs- und bandenmäßiges Einschleusen von Ausländern und um Bestechlichkeit. Zuerst berichtete der Münchner Merkur.
Bei den Razzien, die in München und im Großraum Augsburg von 30 Beamten durchgeführt wurden, wurden die drei Tatverdächtigen vorläufig festgenommen. Noch am Donnerstag traten sie vor den Haftrichter – für zwei Personen wurde Untersuchungshaft ausgesprochen; bei einer wurde darüber unter Auflagen hinweggesehen. Bei einer der Hausdurchsuchungen wurden tatsächlich 100.000 Euro in bar sichergestellt. Außerdem konnten Unterlagen, Handys und Laptops durch die Beamten beschlagnahmt werden.
Bereits seit April ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die drei Verdächtigen. Eine Frau soll zwischen November 2024 und März 2025 gegen Geld Aufenthalts- und Fiktionsbescheinigungen erstellt haben. Ihr wird deshalb Bestechlichkeit und gewerbs- und bandenmäßige Urkundenfälschung vorgeworfen. Ihre beiden Komplizen sollen vietnamesische Antragsteller an sie vermittelt haben und sich um die Ausgabe der Dokumente und die Geldübergabe gekümmert haben. Allen dreien wird gewerbs- und bandenmäßiges Einschleusen von Ausländern in zahlreichen Fällen vorgeworfen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











