„Kann man die AfD ohne zu große Risiken für unsere Verfassung in Regierungsverantwortung nehmen?“ Boris Palmer reizt das Sagbare bei Maischberger aus. Tübingens Oberbürgermeister schlägt vor, die AfD auf Länderebene mitregieren zu lassen. Sein Gegenüber, den JuSo-Chef Philipp Türmer, hält es kaum auf dem Stuhl. Dabei gibt es noch eine Einordnung hinterher: Um die Verfassung zu schützen, könnte der Ministerpräsident und Verfassungsrichter beispielsweise von der CDU gestellt werden. Demokratieverständnis im ÖRR.
Die Ansicht, dass die Brandmauer der AfD nützt, teilt auch Ijoma Mangold. Die Frage, die in der Journalistenrunde zwischen ihm, Markus Preiß (ARD) und Laura Kipfelsberger, Reporterin für den ÖRR, diskutiert wird – AfD „domestizieren“? Vermutlich nicht so leicht, schließlich seien viele dort schon eingefleischte Politiker und man könne ja sehen, was passiert, wenn Verfassungsfeinde an die Macht kommen. Der Staat wird umgebaut. Die Angst vor ähnlichen Entwicklungen wie in den USA ist groß. Offen bleibt: Welche sind das genau?
Stattdessen erklärt Palmer dem JuSo-Chef, dass es auch Wertschöpfung braucht, um Leistungen auszahlen zu können, und dass es die Arbeitnehmer nicht zwangsläufig freut, immer höhere Beiträge zahlen zu dürfen. „Leute, die arbeiten, stärken“ – ist ein Hauptanliegen Türmers. Vielleicht hilft es manchmal, das außerhalb der Politik selbst einmal auszuprobieren: selbst mal Geldverdienen.
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