Im Doppelinterview in der ARD-Talkshow Maischberger diskutierten die Außenpolitiker Norbert Röttgen (CDU) und Markus Frohnmaier (AfD) über das Verhältnis ihrer beiden Parteien zueinander und zu Russland. Für die seltene Einladung eines Politikers seiner Partei in eine öffentlich-rechtliche Talkshow bedankte sich Frohnmaier gleich zu Beginn des Gesprächs, was Maischberger mit einem „Gern geschehen!“ quittierte.
Eingeleitet wurde das Doppelinterview vom Vorgespräch einer Journalistenrunde. Dabei erklärte die als AfD-Expertin vorgestellte Julie Kurz von der ARD, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier habe sich mit seiner Brandmauer-Rede zum 9. November „überparteilich“ geäußert und eine Debatte angestoßen. Welt-Moderatorin Nena Brockhaus hätte die Rede dagegen lieber vom CDU-Generalsekretär gehört (mehr zu der Rede hier und hier). Kontakte nach Russland seien noch kein Landesverrat, so Kurz. Doch AfD-Abgeordnete verträten russische Interessen; sie verweist auf Petr Bystron, der sich sogar bestechen habe lassen.
Es gebe keine Zusammenarbeit mit der AfD im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages, stellte Norbert Röttgen zu Beginn des Doppelinterviews mit Frohnmaier klar. Auf die Frage nach einer „Gefahr für Deutschland“, die von Putins Russland ausgehe, antwortete Röttgen mit „Ja“, Frohnmaier aber mit „Nein“.
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