Aydan Özoguz (SPD) formulierte 2015 einst den berühmt gewordenen Satz: „Unser Zusammenleben muss täglich neu ausgehandelt werden.“ Der Satz klang damals wie eine jener weichen Integrationsformeln, mit denen Politik die Auflösung klarer Regeln als Fortschritt verkauft. Es war ein Abwälzen aller negativen Folgen verantwortungsloser Politik gegenüber den Bürgern dieses Landes.
In Berlin-Friedrichsfelde durfte nun jüngst ein Familienvater erfahren, wie dieses tägliche Aushandeln aussehen kann. Er wies nach B.Z.-Darstellung einen Mieter, der zu einer Sinti-und-Roma-Familie aus Rumänien gehört, auf das Grillverbot im Hof hin. Wenig später lag er dann mit gebrochener Nase, zahlreichen Hämatomen und ausgekugelter Schulter im Krankenhaus.
Steven K., 36 Jahre alt, frisch gebackener Vater einer drei Monate alten Tochter, wies im Hinterhof eines Mietshauses an der Lincolnstraße darauf hin, dass dort Grillen verboten ist. Nur ein einfacher Satz zur Hausordnung, weil der Rauch nach seiner Darstellung ins Kinderzimmer zog. Am Ende lag der Mann im Krankenhaus, mit erheblichen Verletzungen im Gesicht, gebrochener Nase, Schwellungen, Blutergüssen und einem blutverschmierten T-Shirt.
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