In Deutschland verlassen im EU-Vergleich überdurchschnittlich viele junge Menschen frühzeitig die Schule oder brechen ihre Ausbildung ab. Der Anteil der Jugendlichen, die lediglich die Sekundarstufe I, also die mittlere Reife, abgeschlossen haben, lag 2023 bei 12,8 Prozent und damit deutlich über dem EU-Durchschnitt von 9,5 Prozent, wie ein aktueller Berichtsentwurf der EU-Kommission warnt. Deutschland befindet sich damit im kritischen Bereich – schlechter schneiden nur noch Spanien und Rumänien ab.
Die Zahl der Ausbildungsabbrüche in Deutschland hat in den letzten Jahren einen neuen Höchststand erreicht. Nach Berechnungen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) wurden im Jahr 2022 insgesamt 155.325 Ausbildungsverträge vorzeitig aufgelöst.
Angesichts von 475.100 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen entspricht dies einer Lösungsquote von knapp 30 Prozent – dem höchsten Wert, der jemals erfasst wurde.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











