Der Leitindex Dow Jones Industrial weitete seine anfänglichen Verluste im Handelsverlauf aus und schloss 1,7 Prozent tiefer bei 45.167 Punkten. Ähnlich sah es bei den anderen Indizes aus. Der marktbreite S&P 500 sank um 1,7 Prozent auf 6.369 Punkte. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um gut 1,9 Prozent auf 23.133 Punkte bergab.
Damit verbuchten Dow und Nasdaq 100 trotz der zwischenzeitlichen Erholung Wochenverluste von 0,9 beziehungsweise 3,2 Prozent – es war die fünfte negative Woche in Folge. Für den S&P 500 bedeutet die ebenfalls negative Wochenbilanz laut der Nachrichtenagentur Bloomberg die längste Verlustserie seit dem Jahr 2022. Kein Wunder; denn im Nahen Osten ist nach fast vier Wochen Iran-Krieg keine Entspannung in Sicht. Eine paramilitärische iranische Miliz verwehrte drei Containerschiffen die Fahrt durch die Straße von Hormus. Am Donnerstag hatte US-Präsident Donald Trump sein Ultimatum für eine Wiedereröffnung der Meerenge erneut verlängert. Die angekündigten Angriffe auf Irans Energieinfrastruktur verschob er um weitere zehn Tage auf den 6. April. US-Außenminister Marco Rubio geht davon aus, dass die USA ihre Kriegsziele auch ohne den Einsatz von Bodentruppen erreichen werden. Die Verlängerung des US-Ultimatums zur Freigabe der Straße von Hormus mindere die Risiken nicht, und das sei an den Märkten spürbar, sagte Stephen Innes, Managing Partner bei SPI Asset Management.
China reagierte derweil mit zwei Untersuchungen gegen die USA auf entsprechende Schritte der USA vor zwei Wochen. Das Handelsministerium in Peking teilte mit, die Verfahren richteten sich gegen US-Praktiken, die den Absatz chinesischer Waren in den USA behinderten. Der Handelsstreit zwischen beiden Ländern läuft seit Jahren, hatte sich nach einem Treffen von Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping im vergangenen Oktober aber vorerst etwas beruhigt.
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