„Heute habe ich die Zukunft Deutschlands getroffen. Es war mir eine Ehre, Sie in Budapest begrüßen zu dürfen, Frau Vorsitzende Alice Weidel!“ Der ungarische Ministerpräsident sparte nicht mit großen Worten und Komplimenten, als er die AfD-Kanzlerkandidatin wie einen Staatsgast in seiner Hauptstadt empfing.
Fototermin vor dem Amtssitz des Regierungschefs mit haushoher Deutschland- und Ungarn-Fahne, ausführliches Spitzengespräch, anschließend gemeinsame Pressekonferenz mit reichlich drapierten ungarischen und deutschen Nationalfarben – zum kompletten Protokoll für einen Staatsbesuch fehlte im Grunde nur noch die militärische Ehrenformation. Das blaue EU-Banner fehlte im Fahnenschmuck so durchgängig wie demonstrativ: Auch das eine Botschaft.
Auf ihrer Pressekonferenz übten Alice Weidel und Viktor Orbán den demonstrativen Schulterschluss. Er habe im Programm der Alternative nichts gefunden, was nicht gut für Ungarn sei, betonte der Gastgeber. Orbán hob besonders das gemeinsame Ziel einer strengen Migrationspolitik hervor. Ungarn sei das „Bollwerk gegen illegale Migration“, gab die AfD-Vorsitzende zurück und rühmte Orbán als Vorbild und „Symbol für Vernunft, Souveränität und Unabhängigkeit“.
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