Die Juristin Frauke Brosius-Gersdorf ist die derzeit meist-diskutierte Personalie der Republik. Ihre Kandidatur für das Amt als Richterin beim Bundesverfassungsgericht hat wegen ihrer Position zur Menschenwürde und mehrerer polit-aktivistischer Äußerungen heftige Debatte ausgelöst – nicht minder kontrovers dürften die Debatten am Frühstückstisch der Familie Brosius-Gersdorf ablaufen. Denn: Während Frauke Brosius-Gersdorf sich eher für ein Verbotsverfahren der AfD ausspricht, hält ihr Mann, der Rechtswissenschaftler Prof. Hubertus Gersdorf, argumentativ dagegen.
Für Hubertus Gersdorf ist das zentrale Argument, welches die Alternative für Deutschland als verfassungsfeindlich und somit „gesichert rechtsextremistisch“ entlarven soll, gar nicht existent – er nennt die Argumentation, die unter anderem das Bundesamt für Verfassungsschutz vorträgt, „grundfalsch“:
„Der zentrale Vorwurf ist ja, dass die AfD ein ethnisch-abstammungsmäßiges Volksverständnis habe und das verstoße gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung. Das ist leider grundfalsch, weil es nach unserer Verfassung gar kein Volksverständnis gibt“, sagte Brosius in der mdr-Sendung „Fakt ist!“.
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