Bündnisse mit Wagenknecht im Osten? Das BSW kann kein Partner für die CDU sein

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Bündnisse mit Wagenknecht im Osten? Das BSW kann kein Partner für die CDU sein
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An dieser Brombeere könnte sich die CDU verschlucken: Sowohl in Thüringen als auch in Sachsen loten die Christdemokraten gerade aus, ob sie gemeinsam mit der SPD und dem am Jahresanfang gegründeten Bündnis Sahra Wagenknecht eine Koalition schmieden können. Die bisher beispiellose Kombination einer eher konservativen Partei mit zwei linken Partnern wird ob ihres schwarz, lila und rot schillernden Farbenspiels nach der Spätsommerfrucht benannt. Die Zeichen stehen auf Einigung, und eine solche wäre für die Partei des Friedrich Merz fatal. Die CDU würde durch eine Koalition mit dem BSW ihre Seele verkaufen, ihre Werte verraten und sich für einen neuen Slogan empfehlen: „CDU – auf das Regieren kommt es an!“

Der CDU Vorsitzende Friedrich Merz muss seine Partei durch schwierige Zeiten steuern.

Niemand, auch nicht die Unterhändler in Erfurt und Dresden erwecken den Eindruck, das bei den letzten Landtagswahlen auf knapp 16 beziehungsweise 12 Prozent empor geschossene BSW sei ein Wunschpartner. Mit Pathos in der Stimme wird aber verkündet, aus staatsbürgerlicher Verantwortung gehe es nicht anders. Es brauche eben „stabile Verhältnisse“ – so der Thüringer Landesvorsitzende Mario Voigt.

Er war es auch, der sich nach dem zweitschlechtesten CDU-Ergebnis überhaupt zum eigentlichen Wahlsieger erklärte. Bescheidene 23,6 Prozent und damit knapp zehn Punkte weniger als die AfD reichten für diese kühne Umdeutung der Wirklichkeit. Voigts Trick? Er rechnete die AfD aus dem Kreis der legitimen Wettbewerber heraus. Simsalabim, plötzlich war die gebeutelte CDU „stärkste Kraft der politischen Mitte“ (Voigt) geworden. Nimmt man diese Interpretation so ernst, wie sie vorgetragen wurde, sollten künftig den Wahlzetteln Warnhinweise beigegeben werden: „Achtung, Sie verlassen die politische Mitte – Ihre Stimme könnte wertlos verfallen.“

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