Laut Informationen der Nachrichtenagentur Reuters senkt das Bundeswirtschaftsministerium im neuen Entwurf des Konjunkturausblicks die erwartete Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für 2026 von ursprünglich 1,0 Prozent auf nur noch 0,5 Prozent. Für das Jahr 2027 wird ein Plus von 0,9 Prozent veranschlagt. Zuvor ging man im kommenden Jahr noch von einem Wachstum von 1,3 Prozent aus.
Gleichzeitig rechnet die Regierung nun mit einer deutlich höheren Teuerung: Für das laufende Jahr wird eine Inflation von 2,7 % angenommen, für 2027 von 2,8 %. Damit liegen die neuen Schätzungen um 0,6 beziehungsweise 0,8 Prozentpunkte über den Annahmen vom Januar. Das Wirtschaftsministerium wollte die Angaben auf Anfrage nicht weiter kommentieren. Ministerin Katherina Reiche (CDU) plant, die jährliche Frühjahrsprojektion am 22. April dem Bundeskabinett vorzulegen.
Die Bundesregierung hat indes Maßnahmen aufgrund des Iran-Kriegs und der Verteuerung der Energiepreise angekündigt. So soll ab Mai eine reduzierte Steuerlast auf Mineralöle greifen, welche den Spritpreis um 17 Cent brutto senken soll. Gelten soll die Maßnahme jedoch nur für zwei Monate. Einen kräftigen Abschlag auf die Wachstumsaussichten konnte dies offenbar nicht verhindern.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











