Am Mittwochnachmittag wurde im Bundestag eine Aktuelle Stunde auf Antrag der AfD anberaumt. Thema der Debatte waren „Schwerwiegende Fehler bei der Berichterstattung durch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk“. Hintergrund war unter anderem der Beitrag des Heute Journal vom 15. Februar, der über ICE-Einsätze berichtete, jedoch sowohl KI-generiertes Bildmaterial als auch aus dem Kontext gerissenes, irreführendes Videomaterial enthielt (mehr dazu hier).
Die Debatte eröffnete Götz Frömming von der AfD-Fraktion. Er sprach von den Vorgängen im ZDF als einem „vorsätzlichen Betrug“. Die Aufarbeitung des Senders am Lerchenberg sah er kritisch: „Das war der zweite Skandal“, sagte der Obmann für Kultur und Medien. „Wir haben das Relotius-System bei der Arbeit gesehen, und das gehört abgeschafft“, forderte der Redner für die AfD-Fraktion.
Ottilie Klein von der CDU/CSU-Fraktion sprach zunächst von einem „schweren Fehler“, den das ZDF begangen habe. Doch der Sender habe reagiert; ebenso sei die Entschuldigung der Nachrichtenchefin Anne Gellinek begrüßenswert gewesen. Die Christdemokratin hielt dennoch fest: „Wir brauchen Qualitätsmedien in unserem Land, die ein starkes Bollwerk gegen Desinformationen sind.“
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