Rheinmetall erhält im neuen Geschäftsfeld der weltraumgestützten Aufklärung einen Großauftrag der Bundeswehr. Das Unternehmen teilte mit, dass das Bundeswehr Beschaffungsamt einen mehrjährigen Vertrag mit einem Volumen von rund 1,7 Milliarden Euro vergeben hat. Der Vertrag enthält zudem eine Option zur Erweiterung.
Gegenstand der Vereinbarung ist der Zugriff auf Aufklärungsdaten von SAR Satelliten. Die Abkürzung steht für „Synthetic Aperture Radar“. Diese Technik ermöglicht hochauflösende Aufnahmen unabhängig von Tageszeit und Wetterlage. Die Bundeswehr soll täglich eine große Zahl von Bildern erhalten, die kurzfristig bereitgestellt werden. Grundlage sind derzeit 62 Satelliten des finnischen Unternehmens Iceye, mit dem Rheinmetall kooperiert. Die Zahl der Satelliten soll weiter erhöht werden.
Die Auswertung der Daten dient unter anderem dem Schutz der Bundeswehr Brigade in Litauen sowie der Sicherung der Nato Ostflanke. Für die Analyse arbeitet Rheinmetall mit dem polnischen Technologieunternehmen Satim zusammen. Dort werden die umfangreichen Radardaten mithilfe von Künstlicher Intelligenz in militärisch nutzbare Informationen überführt.
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