Der Steuerexperte des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Stefan Bach, hat eine Reform des Einkommensteuertarifs vorgeschlagen. Dabei sollen ab einem zu versteuernden Einkommen von 90.000 Euro 49 Prozent an den Staat gehen. Für den finanzpolitischen Sprecher der CDU/CSU, Fritz Güntzler, geht dieses Konzept „in die richtige Richtung“, wie er dem Handelsblatt erklärte.
Das Konzept soll die Einkommensteuer für jeden, der mehr als 130.000 Euro verdient, erhöhen – trotz einer Abschaffung des Solidaritätszuschlags, die Bach ebenfalls vorsieht. Unterhalb dieses Einkommens dürfte es zu Entlastungen von bis zu 100 Euro im Monat kommen. Bislang werden bei einem Einkommen von 90.000 Euro für zusätzliche 100 Euro 42 Euro Einkommensteuer und fünf Euro Solidaritätszuschlag fällig. Neu wären es dann 49 Euro, also zwei Euro mehr. Bei höheren Einkommen wären es sogar bis zu 4,70 Euro mehr.
Insgesamt wäre die Reform der Einkommensteuer ungefähr aufkommensneutral. Zur Kompensation des Wegfalls des Solidaritätszuschlags (circa 13 Milliarden Euro) soll zusätzlich die Mehrwertsteuer auf 21 Prozent erhöht werden. Alternativ könnte auch die Vermögensteuer wieder erhoben und die Erbschaftsteuer erhöht werden, meinte Bach gegenüber der Zeit.
Reformwille - Welche Opfer müssen wir für den Aufschwung bringen? | #unterdenlinden











