Die CDU demonstrierte auf ihrem Parteitag Geschlossenheit. Einen öffentlichen Richtungsstreit soll es nicht geben. Doch früher oder später wird die Partei auseinanderbrechen – aufgerieben zwischen den linken und rechten Fliehkräften der gesellschaftlichen Debatte.
Nachdem die Partei aufgrund ihres Vorpreschens in der Migrationspolitik unter gehörigen Druck geraten war, folgte in Berlin die Umarmung für den linken Parteiflügel. CDU-Chef Friedrich Merz pries nicht nur den grünen Weg in die Klimaneutralität als „unumkehrbar“, er arbeitete sich vor allem an der AfD ab, die laut Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst bekanntlich eine „Nazi-Partei“ ist.
Merz‘ heftige Attacke auf die AfD brachte den Parteitag in Wallung. Die selbsternannte Alternative sei der wichtigste Gegner in diesem Wahlkampf, betonte Merz unter dem Jubel der CDU-Delegierten – eine empörte Selbstvergewisserung, die das naive Unverständnis zu umspielen versuchte, warum die CDU nun plötzlich in den bundesrepublikanischen Furor des „Kampfes gegen Rechts“ geraten ist.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











