In einem offenen Brief haben ehemals führende Politiker der sächsischen CDU scharfe Kritik am geplanten Bündnis der Union mit der Partei von Sahra Wagenknecht geübt. Der Brief, der Apollo News vorliegt, fordert ein Ende solcher Überlegungen: „Eine solche Koalition lehnen wir ab und fordern Sie auf, nach den Regularien der sächsischen Verfassung eine CDU-Minderheitsregierung anzustreben.“
Die Autoren des Briefes kritisieren die Positionen der Sozialistin Wagenknecht scharf. „In den Augen der Vorsitzenden und Namengeberin des ‚Bündnisses Sahra Wagenknecht‘ war die friedliche Revolution von 1989 eine Konterrevolution. Die Verteidigung von Mauer und Stacheldraht ist aus ihren Äußerungen in den neunziger Jahren als Sprecherin der Kommunistischen Plattform stets herauszuhören. Honecker war ihr zu liberal. Ihre Idole waren Ulbricht und Stalin.“
Wagenknecht habe in den „Weißenseer Blättern“ unter dem Titel „Marxismus und Opportunismus – Kämpfe in der Sozialistischen Bewegung gestern und heute“ außerdem geschrieben: „Die Geschehnisse jenes Zeitabschnitts gaben Lenin und den Bolschewiki das unzweifelhafte historische Recht, ihr politisches Konzept als das einzig gangbare zu betrachten“. Und: „Nicht zu leugnen ist, daß Stalins Politik – … wohl auch in ihrer Herangehensweise – als prinzipientreue Fortführung der Leninschen gelten kann“. Die Stalin-Zeit preist Wagenknecht als Verantwortlich für „die Entwicklung eines über Jahrhunderte zurückgebliebenen Landes in eine moderne Gesellschaft“ – „Was immer man … gegen die Stalin-Zeit vorbringen mag“.
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