Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen. So singt Eliza im Musical „My fair lady“, wenn Higgins ihr endlich das Sprachniveau beigebracht hat, das als Erkennungsmerkmal seiner Klasse gilt. Grün, grün, grün sind alle meine Gedanken. Das ist das Lied, dass die ehemalige FDJ-Funktionärin Angela Merkel der CDU in den zwei Jahrzehnten ihrer Regentschaft eingepaukt hat. Ein Lied, das die Christdemokraten verinnerlicht haben und das schönere Blüten hervorbringt, als es Spanien – bei allem Respekt – je vermocht hat.
So entstehen schöne, wenn auch gleich wilde Gerüchte. Etwa das, das die Bild jetzt transportiert. Demnach könnten grüne Politiker nächstes Jahr Angela Merkel der Bundesversammlung als neue Bundespräsidentin vorschlagen. Für die Grünen ist sie aus gutem Grund eine von ihnen. Die Christdemokraten, ohne die keine Mehrheit möglich sein wird, würden sich schwer tun, die ehemalige Bundesvorsitzende, Umweltministerin und Bundeskanzlerin abzulehnen. Ein schönes Gedankenspiel.
Allerdings müsste Angela Merkel dieses Spiel mitspielen. Ein ehemaliger Regierungschef mit ein bisschen Anstand und Respekt vor der eigenen Partei würde das niemals mitmachen. Also durchaus möglich, dass Merkel beim grünen Spiel dabei ist. Allerdings denkt Friedrich Merz als Kanzler und Parteivorsitzender eher über Julia Klöckner und Karin Prien als erster weiblicher Bundespräsident nach. Rücken die nach oben, werden hinter ihnen Stühle frei. Und selbst überzeugte Merkelianer ziehen Posten und Bezüge ihren politischen Idealen vor. Ach was. Gerade überzeugte Merkelianer ziehen Posten und Bezüge ihren politischen Idealen vor.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











