Der Chef der Industrie- und Handelskammer Dessau-Halle warnt im Gespräch mit dem Deutschlandfunk vor der Wirtschaftspolitik der AfD. Zugleich muss er zugeben, dass andere Parteien wie die CDU schuld seien an der Deindustrialisierung in Deutschland. Laut der aktuellsten INSA-Umfrage vom 25. März kommt die Partei auf 38 Prozent. Dahinter liegt die CDU mit 25 Prozent, anschließend kommt Die Linke mit zwölf Prozent. AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hatte für die Wahl das Ziel „45 Prozent plus X“ ausgegeben, weil die Partei dann eine absolute Mehrheit hätte.
Die Moderatorin beim Deutschlandfunk zitiert aus dem Wahlprogramm der Partei: „In den vergangenen Jahren haben CDUgeführte Regierungen unser Land in großem Maße deindustrislaisiert.“ Von dem Chef der IHK Dessau-Halle will sie wissen, ob das in den Betrieben ähnlich gesehen wird. „Das tirfft nicht nur die Stimmung in den Betrieben, sondern das beschreibt leider eine wirtschaftliche Relität“, sagt Thomas Brockmeier. Das betreffe nicht nur die CDU. Sachsen-Anhalt verliere zahlreiche Industriearbeitsplätze.
Doch er habe Zweifel, ob das Wahlprogramm der AfD den Verlust der Wettbewerbsfähigkeit auffangen und umkehren könne. Auf die Frage der Moderatorin, was die AfD anders machen wolle, antwortet er: „Was die anders machen will in genau dem Bereich kann ich ja gar nicht so genau sagen. Es geht ja um die Rahmenbedingungen.“ Die anderen Parteien hätten dafür gesorgt, dass die Energieversorgung immer teurer werde.
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