Chef des Handelsverbands: „Ich erwarte, dass die Politik erkennt, dass es im Handel mittlerweile zwölf Uhr ist und nicht fünf vor zwölf“

vor 8 Monaten

Chef des Handelsverbands: „Ich erwarte, dass die Politik erkennt, dass es im Handel mittlerweile zwölf Uhr ist und nicht fünf vor zwölf“
Bildquelle: NiUS

Geschlossene Geschäfte, verlassene Innenstädte: Die Vorzeichen für ein brummendes Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel stehen in diesem Jahr schlecht: Umfragen zufolge wollen die Konsumenten beim Geschenke-Kauf sparen. Im Interview mit der Welt spricht Alexander von Preen, Präsident des Handelsverbands Deutschland (HDE), über die Probleme der Branche, über die Stadtbild-Debatte und über Forderungen an die Politik.

„Die Branche stagniert seit Jahren. Für 2025 erwarten wir zwar ein preisbereinigtes Umsatzplus von 0,5 Prozent. Das ist aber viel zu wenig und total ernüchternd“, so der HDE-Präsident. Man habe große Erwartungen an das zweite Halbjahr gehabt, vor allem nach dem Regierungswechsel. „Diese Erwartungen wurden aber nicht erfüllt – auch weil die neue Koalition etliche Ankündigungen nicht umsetzt. Deutschland verharrt weiter in der Krise und die Menschen bekommen zunehmend Angst um ihre Arbeitsplätze.“

13. November 2025: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nimmt neben dem Präsidenten des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Alexander von Preen, und der Moderatorin Judith Rakers am Deutschen Handelskongress teil.

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