Chemiegipfel Ostdeutschland: Sprachspiele und Beschwichtigung statt ehrlicher Bestandsaufnahme

vor 7 Monaten

Chemiegipfel Ostdeutschland: Sprachspiele und Beschwichtigung statt ehrlicher Bestandsaufnahme
Bildquelle: Apollo News

Das Jahr 2025 endet so bitter, wie es begonnen hat. Die Zahl der Firmenschließungen infolge der jahrelangen Rezession in Deutschland wird sich in diesem Jahr zu einem Rekord von rund 24.000 kumulieren. Im Zentrum der Krise steht die deutsche Chemieindustrie. Sie hat seit 2018 etwa ein Fünftel ihrer Wertschöpfung eingebüßt und operiert derzeit mit einer Kapazitätsauslastung von nur noch 70 Prozent.

In diesem Modus können die Betriebe wirtschaftlich nicht überleben, und die angekündigten Akupunkturreformen der Bundesregierung werden an diesem Befund nichts ändern.

Scharfe Konkurrenz aus Asien und die selbstverschuldete Energiekrise am Standort Deutschland paaren sich mit einer geschäftsschädigenden Klimaregulierung aus Brüssel. Ein toxisches Gebräu – und genau dieses wurde anlässlich des Krisengipfels der ostdeutschen Chemiewirtschaft am Montag genauer unter die Lupe genommen.

63.000 Menschen arbeiten derzeit in der chemisch-pharmazeutischen Industrie Ostdeutschlands, vor allem an den bedeutenden Standorten Böhlen, Schkopau, Bitterfeld und Leuna. Der Ort des Treffens war entsprechend gewählt: der Chemiepark Böhlen. Hier betreibt der US-Chemiekonzern Dow Chemical einen seiner europäischen Schwerpunktstandorte.

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