China gegen USA: Nebenschauplatz Venezuela

vor 6 Monaten

China gegen USA: Nebenschauplatz Venezuela
Bildquelle: Tichys Einblick

Die Einflusssphären auf der Welt müssen durch das außergewöhnlich schnelle Wachstum von China neu definiert werden. Selten gab es in der Geschichte eine derart rasante wirtschaftliche, militärische und politische Entwicklung. Das neue China hat sich schon unter Hu Jintao langsam von allen westlichen Einflüssen losgesagt. Unter Xi Jinping wurde diese Entwicklung abgeschlossen. Die letzte verbliebene Reminiszenz ist das Wort „Kommunistisch“ im Parteinamen. Marx, Trotzki und Lenin gibt es nicht mehr. Sie gelten längst nicht mehr als Vorbild und ihre Namen werden an Chinas Schulen und Universitäten nicht mehr genannt. Die Kommunistische Partei China sieht sich jetzt in der Nachfolge der chinesischen Kaiser. Sie ist jetzt, wie damals der Kaiser, Mittler zwischen Himmel und Erde. Im Außenverhältnis sieht die chinesische Führung nur Barbaren.

Wirtschaftlich hat sich China an Singapur orientiert. Der Gründer des modernen Singapurs, Lee Kuan Yew, der mit seinem Einsatz am Beginn der Unabhängigkeit eine Übernahme durch das chinesische China verhindert hat, und den Stadtstaat in kürzester Zeit von der dritten in die erste Welt entwickeln half, genoß in China, gerade wegen seiner damals bewiesenen Standhaftigkeit, allergrößtes Ansehen. Die wirtschaftliche Entwicklung Singapurs wurde so Vorbild für die wirtschaftliche Entwicklung Chinas.

In seinem Buch “Destined for War” beschreibt Graham Allison Konflikte von Großmächten seit dem Peloponnesischen Krieg. Allison hat seitdem sechzehn solcher Konflikte zwischen einer Großmacht und einem neuen Rivalen beschrieben. Zwölfmal kam es zum Krieg, nur vier Mal nicht.

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