„Bewusster politischer Angriff“, „faktisch falsch und zurückzuweisen“: Nachdem US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. gefordert hat, die strafrechtliche Verfolgung von Ärzten in Deutschland wegen ausgestellter Befreiungen vom Maskentragen oder von COVID-19-Impfungen zu beenden, laufen Maßnahmen-Hardliner wie Karl Lauterbach oder Janosch Dahmen Sturm.
Insbesondere Dahmen regt sich auf. Kennedys Vorwürfe seien „Teil eines politischen Kulturkampfs, den Teile der amerikanischen Rechten gezielt nach Europa exportieren“, meint der Grüne, dem in den Corona-Jahren keine Maßnahme zu hart gewesen ist und der eine Ausweitung der Impfpflicht forderte. Es gehe „erkennbar darum, liberale Demokratien zu delegitimieren“, sagte er gegenüber dem Handelsblatt, sowie Vertrauen in staatliche Institutionen und evidenzbasierte Medizin zu untergraben und letztlich Europa dadurch zu schwächen.
Man sollte diese Einlassungen deshalb „nicht nur als persönliche Spinnerei abtun, sondern als bewussten politischen Angriff im Informationsraum“. Dahmen verstieg sich sogar zu einer veritablen Verschwörungstheorie: „Wer solche Narrative verbreitet, will gezielt Verfassungsfeinde in Europa stärken, gesellschaftliche Spaltung nachträglich wegen der Pandemiepolitik vorantreiben“, die doch so „erfolgreich“ gewesen sei.
Der frühere Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), der jahrelang die „Pandemie“-Panik anheizte, indem er ständig vor neuen Varianten des Virus warnte und immer wieder düstere Prognosen zum tödlichen Verlauf der Infektion erstellte, meldete sich auf der Plattform X zu Wort. Kennedy solle sich „um Gesundheitsprobleme im eigenen Land kümmern“. Zu diesen zählte der Sozialdemokrat übrigens auch „zehntausende Drogentote und Mordopfer“.
Karl Lauterbach rührte die Panik-Trommel und gab „Irrtümer“ erst sehr spät zu.
Sein Genosse Christos Pantazis, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, sprach von „faktisch falschen und politisch verantwortungslosen“ Vorwürfen. Patienten könnten in Deutschland frei entscheiden, ob sie eine Impfung oder eine andere Therapie in Anspruch nehmen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











