„Verbotsdebatte geht an der Wirklichkeit vorbei“: CSU stellt sich gegen Social-Media-Altersgrenze

vor 4 Monaten

„Verbotsdebatte geht an der Wirklichkeit vorbei“: CSU stellt sich gegen Social-Media-Altersgrenze
Bildquelle: NiUS

In der Debatte über eine Altersgrenze für Social Media stellt sich die CSU gegen Vorstöße von CDU und SPD. Der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Hoffmann, wies die Idee pauschaler Einschränkungen zurück. „Diese Verbotsdebatte geht an der Wirklichkeit vorbei“, sagte er der Augsburger Allgemeinen. Kinder und Jugendliche lernten einen vernünftigen Umgang mit Plattformen wie TikTok oder Instagram nicht durch Verbote.

Aus Sicht Hoffmanns sollte der Schwerpunkt stattdessen auf Medienkompetenz und wirksamem Schutz vor jugendgefährdenden Inhalten liegen. Dafür müsse die Politik vor allem die Betreiber der Plattformen stärker in die Pflicht nehmen. Pauschale Altersverbote würden jungen Menschen hingegen Möglichkeiten nehmen, digitale Fähigkeiten zu entwickeln.

CDU und SPD dringen unterdessen auf eine Altersgrenze. Die CDU hat sich auf ihrem Parteitag für ein Mindestalter von 14 Jahren für soziale Medien ausgesprochen und sieht bis zum 16. Lebensjahr ein „besonderes Schutzbedürfnis“. Auch die SPD fordert eine Altersgrenze von 14 Jahren und Jugendversionen der Plattformen für alle unter 16.

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