„Freiheit kann es nicht nur für den Einzelnen geben“, sagt Angela Merkel am Freitag im ARD-Podcast Freiheit Deluxe. Wenn man in Freiheit leben wolle, brauche es eine Demokratie, und die könne man nur haben, wenn „alle Bürgerinnen und Bürger“ Teil davon seien.
Weiter sagte sie, dass es unter den Eingewanderten auch Probleme gebe. „Aber die gibt es auch unter denen, die schon seit Hunderten von Jahren in Deutschland leben.“ Deutschland sei ein offenes Land. Auch wegen der demografischen Situation brauche man Arbeitsmigration; ohne sie würde man nicht auskommen. Sowohl 2015 als auch 2022 habe Deutschland gezeigt, dass es bereit sei, seinen „humanitären Verpflichtungen“ nachzukommen, als man Menschen aus Syrien und der Ukraine aufgenommen habe, findet die Altkanzlerin.
Ihr Freiheitsverständnis hänge auch mit ihrem Aufwachsen in der DDR zusammen, so Merkel. „Das Wesen einer Diktatur besteht darin, dass Menschen davon abgehalten werden sollen, sich frei zu entfalten. Der Staat möchte so viel wie möglich dirigieren.“ Der Staat wolle keine aufsässigen Bürger. Ihr sei klar gewesen, dass Freiheit „nicht nur die Freiheit von irgendwelchen SED-Menschen“ sei, sondern auch Freiheit, etwas Positives zu tun.
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