Unionsfraktionsführer Jens Spahn (CDU) stimmt die Deutschen darauf ein, länger arbeiten zu müssen. In einem Interview mit der Funke Mediengruppe betonte Spahn, dass man durch den zunehmenden Anstieg der Lebenserwartung langfristig auch das Renteneintrittsalter werde erhöhen müssen. „Wenn die Lebenserwartung weiter steigt, wird auch das Renteneintrittsalter weiter steigen.“ Spahn erklärte, dass die Rentenkommission schon bald Vorschläge für eine Erhöhung des Renteneintrittsalters und zur Lebensarbeitszeit machen werde.
Auf die Frage, wo Deutschland in 20 Jahren stehen werde, antwortete der Unionspolitiker: „Jedes zweite neugeborene Mädchen wird mit hoher Wahrscheinlichkeit 100 Jahre alt werden. Wenn man 100 wird, kann man nicht mit Mitte 60 aufhören zu arbeiten.“ Einer weiteren denkbaren Lockerung der Schuldenbremse, um die Sozialkassen zu retten, erteilte Spahn eine klare Absage. Spahn sehe „keinerlei Spielraum für weitere Schulden“.
Damit bestätigte Spahn seinen Wunsch, das Renteneintrittsalter auf Dauer erneut zu erhöhen. Bereits mehrfach äußerte er sich positiv zu einer möglichen Anpassung. So erklärte er in der ARD-Sendung Maischberger Anfang Oktober vergangenen Jahres, dass das Renteneintrittsalter „schrittweise weiter steigen muss“. Bereits damals betonte er, dass die Deutschen wegen einer längeren Lebenszeit auch länger arbeiten werden müssen.
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