Das Frackingverbot wackelt: Koalition will „heimische Gasvorkommen“ erschließen

vor 3 Monaten

Das Frackingverbot wackelt: Koalition will „heimische Gasvorkommen“ erschließen
Bildquelle: Apollo News

Die schwarz-rote Bundesregierung hat im Koalitionsausschuss beschlossen, „ausgewählte heimische Gasvorkommen“ zu erschließen. So steht es im Ergebnispapier von Union und SPD, das am Montag veröffentlicht wurde. Wörtlich heißt es darin: „Dazu gehört auch die Nutzung heimischer Energiequellen, z. B. die Erschließung heimischer Gasvorkommen.“ Langfristig soll das Energieangebot ausgeweitet werden, um „die Abhängigkeiten im Energiebereich zu reduzieren“.

Mit dieser bewusst offen gehaltenen Formulierung stellt sich die Frage nach Fracking in Deutschland neu. Denn unerschlossene, heimische Erdgasvorkommen gibt es zum einen unter der Nordsee und zum anderen in Schiefergesteinsschichten, aus denen es nur mit der Fracking-Methode gewonnen werden kann. Doch dies ist bislang noch verboten.

Große Schiefergasvorkommen befinden sich laut der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) vor allem in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, kleinere Mengen im Oberrheingraben und an der vorpommerschen Ostseeküste. Die BGR schätzt die technisch förderbaren Schiefergasmengen auf 320 bis 2.030 Milliarden Kubikmeter – so berichtete es Welt im Februar.

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