Der Migrationsstrom bricht nicht ab. Städte und Kommunen mahnen schon seit Jahren, dass der Wohnraum knapp wird, finden kaum Immobilien, um neue Flüchtlingsunterkünfte zu bauen. Wäre da nicht der Konzern Aroundtown, ansässig in Luxemburg, der in Berlin nun eine zweite Immobilie an den Senat vermieten möchte, damit dieser aus einem heruntergekommenen Bürokomplex in Berlin-Westend ein Flüchtlingsheim für 1.500 Asylbewerber gestalten kann. Europaweit gehört Aroundtown zu den größten Immobilienunternehmen.
Kosten für die Miete der kommenden zehn Jahre wären 157 Millionen Euro. Ein hoher Preis, der für private Investoren kaum rentabel wäre. Denn sie konkurrieren direkt mit dem Staat. „Dieser zahlt die horrenden Mieten“, erklärt Reporter Björn Harms bei NIUS Live. Aroundtown könne sich zurücklehnen und gemütlich das Geld einstreichen. Mit Steuergeld schalte der Senat also seine Konkurrenten aus. „All diese unglaublichen Millionensummen sind nur die Mietkosten. Wir sind noch gar nicht bei den Gesamtkosten. Da kommt noch die Verpflegung drauf, die Sicherheitskräfte“, ergänzt Birgit Kelle. „Für eine vierköpfige Familie in der Flüchtlingsunterkunft Tegel gibt die Stadt im Monat 24.000 Euro aus.“
Und der Staat selbst verdient kein Geld. Es ist das Geld der Bürger. „Hier werden Steuergelder zum Fenster hinausgeworfen, in einem Stil, der in meinen Augen langsam in einem strafrechtlichen Bereich liegt. Das ist Veruntreuung von Geldern im großen Stil“, kommentiert Kelle. „Hier machen sich Investoren aus Luxemburg die Taschen voll mit den dummen Deutschen, die bereit sind, jede Irrsinnszahl zu bezahlen“. Und Studenten, Geringverdiener und Familien würden sich kaum noch eine Wohnung in Berlin leisten können, wenn sie überhaupt eine fänden.
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