Keine Wahlkampagne der letzten Jahrzehnte sorgte für so viele ikonische Momente wie dieser von Donald Trump: Von seinem Mugshot (Fahndungsfoto) bis zur emporgestreckten Faust mit blutüberströmtem Gesicht nach dem Attentatsversuch. Und in dieser Woche: Trump winkt mit Schürze aus dem Drive-In-Fenster von McDonald’s.
Im Interview mit Joe Rogan erklärte Trump, die McDonald’s-Aktion sei nicht als „big deal“ geplant gewesen, sondern mehr als eine 15-minütige Wahlkampf-Kurveranstaltung. Doch die Szenen von Trump mit McDonald’s-Schürze, engagiert beim Pommes zubereiten, beherrschen das Internet tagelang. Angeblich habe sogar der Google-Chef bei Trump angerufen, wegen der enormen Zahl an Suchanfragen. Als am Schalter ein indischer Migrant in gebrochenem Englisch Trump dafür dankt, dass er auch mit „durchschnittlichen Amerikanern“ rede, entgegnet er: „An Ihnen ist nichts Durchschnittliches.“ Man könnte sagen: billig. Aber es berührt einen irgendwie, ein typischer Trump. Sein eigentümlicher Charme ist wieder da.
Die Demokraten versuchen verschiedene Taktiken gegen Trumps McDonald’s-Moment: Zuerst schnitt man Trumps unansehnliche McDonald’s-Schürze gegen Kamala Harris‘ elegantes Foto auf dem Cover der Modezeitschrift Vogue. Ein totaler Flop: Es gibt wohl wenig, was Trump mehr in die Hände spielen könnte als der Gegensatz zwischen dem Mann des Volkes und der abgehobenen Gegenkandidatin der Ostküstenelite. Schnell änderte man die Taktik: Das Ganze sei inszeniert. Was für ein lächerlicher Vorwurf—manche fragten dann, ob Donald Trumps Showeinlagen bei Wrestling-Kämpfen auch inszeniert sein könnten und wie es mit dem Weihnachtsmann stünde.
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