Das weibliche Vorrecht, sich dumm stellen zu dürfen

vor 4 Monaten

Das weibliche Vorrecht, sich dumm stellen zu dürfen
Bildquelle: Apollo News

Männer haben ein Talent, sich dumm zu stellen. Insbesondere in der Küche. Die Krönung der Schöpfung, die völlig aufgeschmissen ist, wenn es darum geht, am Geschirrspüler den „An“-Schalter zu finden, selbst wenn er als solcher beschriftet ist. Wobei es meistens daran scheitert, überhaupt danach zu suchen. Wie kocht man Nudeln? Die Anleitung auf der Packung wird da doch wohl kaum weiterhelfen. Wenn es dann ans Kühlschrank-Einräumen geht, resigniert das männliche Geschlecht völlig. Mit den Worten „Das kannst du viel besser als ich!“ wird das zur Frauensache erklärt und der Rückzug aufs Sofa angetreten. „Weaponised incompetence“ nennen die Feministen das.

So ganz Unrecht haben sie damit nicht. Doch das Dummstellen ist nicht nur den Männern vorbehalten. Insbesondere in der politischen Öffentlichkeit und dabei insbesondere von den vermeintlichen Feministinnen wird die strategisch eingesetzte Inkompetenz für Frauen gerne mal zur Waffe – und zur Selbsterhaltungsmaßnahme. Dieses Phänomen auszumachen, ist gar nicht so einfach. Immerhin ist die Unterscheidung tatsächlicher Inkompetenz von gespielter eine schwierige Angelegenheit und wird auch in diesem Artikel nicht so ganz trennscharf zu bewerkstelligen sein. Strategisch einsetzen kann man aber eh beides.

Ein aktuelles Beispiel ist Dunja Hayali. Was für eine Peinlichkeit: Im heute journal werden falsche Videos von angeblichen Einsätzen der Abschiebebehörde ICE gezeigt. Ausgerechnet im ÖRR, ohne den doch unsere Demokratie in der Hochzeit von Fake News gar nicht möglich sein soll. Ausgerechnet im heute journal, das doch zur Elite der öffentlich-rechtlichen Angebote gehören soll. Ausgerechnet während Dunja Hayali moderiert, die sich doch so gerne über andere Medien erhebt – die sie gar nicht als solche benennen kann, so niedrig sind die für sie. Nius bezeichnete sie etwa als „Schrott“.

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