Eine Affäre um ein mittels Künstlicher Intelligenz erstelltes Video mit sexualisiertem Inhalt hat die CDU-Landtagsfraktion in Niedersachsen in eine tiefe Krise gestürzt.
Im Januar hatte ein leitender Angestellter in einer fraktionsinternen WhatsApp-Gruppe ein Deepfake-Video geteilt, das eine Mitarbeiterin in sexualisierter Weise darstellte. Fraktionschef Sebastian Lechner und die Parlamentarische Geschäftsführerin Carina Hermann erfuhren davon nach übereinstimmenden Medienberichten erst rund zwei Monate später.
Der inzwischen freigestellte frühere Fraktionsgeschäftsführer Adrian Mohr weist den Vorwurf der Vertuschung in einer über seinen Anwalt verbreiteten Erklärung jedoch als „schlicht falsch“ zurück, wie die Welt am Dienstag berichtete. Er habe die Löschung des Videos veranlasst, um dessen weitere Verbreitung und „weiteren Schaden zu verhindern, insbesondere natürlich für die betroffene Frau“. Es sei seine „Aufgabe“ gewesen, „auf Fehlverhalten und mögliche Risiken unverzüglich zu reagieren“. Den Vorfall bedauere er zutiefst.
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