Angst-Vision KI: Während einige Apokalyptiker fürchten, dass uns Künstliche Intelligenz künftig beherrschen und unterdrücken könnte, kommt eine neue Studie zu einem ganz anderen, nicht minder bedrohlichen Szenario: KI könnte die Wirtschaft so schnell revolutionieren, dass mehr Arbeitsplätze wegfallen als neu entstehen. Eine Abwärtsspirale.
Wolfgang Steiger, Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrats, plädiert für einen rationalen Umgang mit dem Problem, das in seinen Augen durchaus einen ernst zu nehmenden Kern hat.
Steiger schreibt in seiner jüngsten Kolumne:
„Die Cafés sind geöffnet, die Straßen sauber, die Sonne spiegelt sich in den Glasfassaden der Hochhäuser. Und doch liegt eine eigentümliche Stille über San Francisco. In den Vororten stehen Häuser zum Verkauf, deren Kredite einst mit den Gehältern von Bankern, Produktmanagern und Software-Ingenieuren kalkuliert wurden. Die Hypotheken sind noch nicht flächendeckend notleidend – aber das Zutrauen, dass sie bedient werden können, ist verschwunden. In den Restaurants bleiben Tische frei, nicht weil niemand da wäre, sondern weil niemand sicher weiß, wie lange das eigene Einkommen noch reicht. Und diese Situation findet nicht nur in San Francisco statt – sondern vollzieht sich in vergleichbarer Weise überall auf der Welt.
So jedenfalls könnte ein Moment aussehen, wenn das Szenario für den Sommer 2028 einträte, das vor einigen Tagen ‚Citrini Research‘, ein kleines US-amerikanisches Forschungsinstitut, veröffentlicht hat. Das Gedankenexperiment der Forscher fraß sich zunächst im Eiltempo durch die Sozialen Netzwerke (der Tweet des Instituts auf X erreichte mehr als 25 Millionen Nutzer), fand den Weg in die klassischen Medien (das Wall Street Journal machte mit Ängsten zur KI-Ära auf) und dürfte ein wesentlicher Auslöser dafür gewesen sein, dass die Aktienmärkte auf Talfahrt gerieten (am Montag nach der Veröffentlichung wurde zwischenzeitlich ein hoher dreistelliger Milliardenbetrag an Börsenwert vernichtet).
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