Zur Vorgeschichte: Das Kanzleramt in Berlin wurde in den Jahren 1997 bis 2001 gebaut. Politischer Hauptinitiator war der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU). Der Bau verschlang – umgerechnet in Euro – rund 370 Millionen. Dafür gab es 19.000 m² Hauptnutzfläche vor allem für 300 Büros, dazu 70.000 m² Park. Am 2. Mai 2001 zog Bundeskanzler Gerhard Schröder ein. 2019 begann unter Kanzlerin Merkel (CDU) die Planung für eine Erweiterung um 400 neue Büros. Nun soll es auch noch eine zusätzliche, 176 Meter lange Brücke über die Spree geben, um die Neubauten zu erreichen. Die Erweiterung wird – vorläufig – rund 777 Millionen kosten. Ist sie vollzogen, dann ist die – so der Volksmund – „Bundeswaschmaschine“ bzw. das „Elefantenclo“ etwa 15-mal so groß wie das Weiße Haus in Washington.
Schauen wir genauer hin, hoffen zugleich, dass wir uns dabei nicht der „verfassungsschutzrelevanten Delegitimierung des Staates“ schuldig machen.
Polemisch fragen wird man ja mal dürfen: Braucht Deutschland für die seit Jahren desaströse Regierungspolitik 700 Büros allein in der Kanzlerzentrale? Übrigens nach wie vor mit einem Zweitsitz wie das Bundespräsidialamt in Bonn. Wobei es in 300 Büros in Berlin jetzt schon 900 Mitarbeiter sind. Beim Einzug 2001 waren es etwas über 400 Leute. Was hochgerechnet bedeutet: Für die neuen 400 Büros, sollen sie nicht leerstehen, werden wohl 1.200 neue Mitarbeiter eingestellt. „Fachleute“ braucht das Land, und Parteigänger brauchen Jobs. Oder?
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