Nach der Gelbhaar-Affäre kommt es beim RBB zu einer großangelegten Umstrukturierung. Der Sender war bereits im Jahresbericht des Landesrechnungshofes Berlin mehrfach negativ erwähnt worden. Im Januar stellte sich ein Großteil der gegen den Grünen-Politiker Stefan Gelbhaar erhobenen Belästigungsvorwürfe dann als erfunden heraus – der RBB hatte zuerst im Dezember über die Behauptungen berichtet – und stürzte den Sender in eine Krise.
In einer Sondersitzung hat der RBB-Rundfunkrat am Donnerstag über die Zukunft des Senders beraten. Die Intendantin Ulrike Demmer bat an dieser Stelle auch um Entschuldigung bei Gelbhaar. Der Sender habe in der Berichterstattung über den Bundestagsabgeordneten „schwerwiegende Fehler“ begangen. Jetzt soll eine Sonderkommission das journalistische Versagen aufarbeiten: Nach einer zweiwöchigen Ermittlungsphase soll das Gremium die Erkenntnisse dann eine Woche lang auswerten. 60.000 Euro stehen dafür bereit.
Am 31. Dezember hatte der RBB einen Bericht über die Vorwürfe gegen Gelbhaar veröffentlicht. Diese waren zuvor bereits parteiintern geäußert worden, Gelbhaar hatte seine Kandidatur für die Landesliste abgegeben. Infolge der Berichterstattung hatten die Grünen in Berlin-Pankow eine neue Wahlversammlung einberufen, bei welcher Gelbhaar dann auch seine Direktkandidatur für den Bundestag verlor – im November hatte er diese noch mit 98,4 Prozent gewonnen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











