Nach jahrelangem Stillstand entfachte sich am Wochenende der syrische Bürgerkrieg erneut. Es gelang dschihadistischen Rebellen, Aleppo, die zweitgrößte Stadt des Landes, unter ihre Kontrolle zu bringen. Es ist das erste Mal seit Ausbruch des Krieges im Jahr 2012, dass das syrische Regime von Diktator Bashar al-Assad vollständig die Kontrolle über Aleppo verloren hat.
Am Mittwoch hatten die verschiedenen Rebellen-Fraktionen eine teilweise koordinierte Großoffensive gegen das Assad-Regime gestartet. Der Angriff konzentriert sich dabei auf den Norden des Landes, wo die Rebellen schon immer besonders stark waren. Die Truppen Assads zeigen sich vollkommen überrascht von der Offensive. Bereits nach wenigen Tagen erreichten Rebellentruppen den Stadtrand von Aleppo. Nun ist die Stadt komplett unter der Kontrolle der Rebellen.
Die Rebellenallianz wird von der islamistischen Gruppe Haiat Tahrir al-Scham (HTS) angeführt. Diese geht aus der ehemaligen Al-Nusra-Front hervor und sagte sich 2016 von Al-Qaida los. Die Gruppe verfolgt jedoch weiterhin eine salafistisch-dschihadistische Ideologie.
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