Bundeskanzler Friedrich Merz hat in der Haushaltsdebatte umfassende Sozialreformen angekündigt. In den letzten Wochen drehte sich die Debatte insbesondere um das „Bürgergeld“ und die deutsche Rentenversicherung.
Doch bereits heute ist absehbar, dass das deutsche Gesundheitssystem mindestens vor genauso großen Problemen steht. Im Jahr 2024 verzeichneten die Krankenkassen ein Defizit von 6,6 Milliarden Euro. Die Ausgaben stiegen mit über 8 Prozent so stark wie seit drei Jahrzehnten nicht mehr.
Seit 2015 hat sich der Zusatzbeitragssatz zur Gesetzlichen Krankenversicherung von durchschnittlich 0,9 Prozent auf 2,5 Prozent fast verdreifacht. Nach Schätzungen des Bundesministeriums für Gesundheit könnte er bis 2029 auf über 4 Prozent ansteigen.
Das bedeutet für jemanden mit einem durchschnittlichen Brutto-Lohn von 4.700 Euro, dass pro Monat mehr als 188 Euro Zusatzbeitrag anfallen würden. Wer auf einen Brutto-Lohn von 6.500 Euro kommt, müsste mehr als 260 Euro Zusatzbeitrag im Monat tragen.
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