Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) hat die Entscheidung der Bundesregierung kritisiert, eine internationale Erklärung zum sofortigen Ende der Kämpfe in Nahost nicht zu unterzeichnen. Mehr als zwei Dutzend Länder, darunter Frankreich, Italien, das Vereinigte Königreich und Kanada, hatten sich dem Appell angeschlossen. Auch die EU-Kommissarin für Gleichstellung und Krisenmanagement zählte zu den Unterzeichnern. Deutschland blieb außen vor.
Alabali-Radovan äußerte ihr Unverständnis über das deutsche Vorgehen und zeigte sich enttäuscht: „Ich hätte mir gewünscht, dass Deutschland sich dem Signal der 29 Partner anschließt“, sagte sie der Rheinischen Post. Die Forderung nach einem Waffenstillstand nannte sie „nachvollziehbar“ und beschrieb die Lage im Gazastreifen als dramatisch: „Was gerade in Gaza passiert, ist unfassbar. Unschuldige Kinder sterben. Menschen hungern.“
In der internationalen Erklärung, der sich neben den ursprünglichen 25 Ländern auch Griechenland, Zypern und Malta anschlossen, wird scharfe Kritik an der israelischen Regierung geübt. Das derzeitige System zur Verteilung von Hilfsgütern wird als „gefährlich“ bezeichnet.
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