Ende letzter Woche sprach sich die neue Arbeitsministerin Bärbel Bas für eine Einbindung von Selbstständigen in die gesetzliche Rentenversicherung aus. Obwohl der Vorschlag von der Union umgehend abgelehnt und von der Öffentlichkeit kritisiert wurde, hat sich die Deutsche Rentenversicherung jetzt hinter die SPD-Politikerin gestellt.
„Je größer die Gemeinschaft der Beitragszahler, die das gesamte Einkommensspektrum umfasst, umso mehr lässt sich in einer Sozialversicherung solidarische Umverteilung in der Gesellschaft begründen“, erklärte Gundula Roßbach, Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung, der Mediengruppe Bayern. Mehr noch, Roßbach meint, die Einbindung der nicht abgesicherten Selbstständigen stehe „schon seit Jahren an und ist auch im Koalitionsvertrag angedacht“.
Im Koalitionsvertrag haben sich Union und SPD tatsächlich darauf geeinigt, „alle neuen Selbstständigen, die keinem obligatorischen Alterssicherungssystem zugeordnet sind, gründerfreundlich in die gesetzliche Rentenversicherung“ einzubeziehen. Aber auch „andere Formen der Altersvorsorge, die eine verlässliche Absicherung für Selbstständige im Alter gewährleisten, bleiben weiterhin möglich“.
89. Sitzung des Deutschen Bundestages | 09.07.26










