Mit einem Wert von 13,3 Milliarden Euro hat Deutschland im vergangenen Jahr so viel Waffenlieferungen ins Ausland genehmigt wie nie zuvor. Das geht aus einer Antwort auf eine Anfrage des BSW an den Deutschen Bundestag hervor, welche der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Ampel-Regierung kann somit einen neuen deutschen Rekord im Bereich Waffenlieferung vorweisen, obwohl sich SPD, FDP und Grüne in den Koalitionsverhandlungen 2021 darauf einigten, Waffenexporte ins Ausland zu mindern und den Fokus eher auf die Bundeswehr zu legen – doch hier sind sich die führenden Politiker nach wie vor uneinig.
Die Exportsumme aus 2024 übertrifft die Exportverdienste aus 2023 noch einmal um einen wesentlichen Teil. Das ist besonders auffällig, da bereits 2023 eine neue Rekordzahl an Waffenexporten ins Ausland verzeichnet wurde. Damals erreichten die Exportgenehmigungen einen Wert von 12,13 Milliarden Euro. 2024 sind es somit circa 10 Prozent mehr. Laut einem Bericht von SIPRI, dem Stockholm International Peace Research Institute, aus dem Sommer ist Deutschland seit Jahren der fünftgrößte Waffenexporteur der Welt.
Der Großteil der im vergangenen Jahr gelieferten Waffen ging an die Ukraine. Insgesamt wurden dem osteuropäischen Land Waffen für 8,15 Milliarden Euro für die Verteidigung gegen Russland bereitgestellt. Damit ist Deutschland der zweitwichtigste Ausrüster der Ukraine. Des Weiteren wurden deutsche Waffen vor allem nach Singapur (1,21 Milliarden Euro), Algerien (558,7 Millionen Euro), die USA (319,9 Millionen Euro) und in die Türkei (230,8 Millionen Euro) versendet.
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