Der bayerische Rüstungskonzern Renk erwägt, Teile seiner Fertigung ins Ausland zu verlegen, um weiterhin Komponenten für israelische Panzer liefern zu können. Anlass ist die Ankündigung von Bundeskanzler Merz, den Export bestimmter Rüstungsgüter nach Israel zu stoppen.
Die Bundesregierung hatte in der vergangenen Woche erklärt, dass der Verkauf militärischer Produkte ausgesetzt werden solle, sofern diese im Gazastreifen eingesetzt werden könnten. Über die endgültige Umsetzung des Embargos soll der Bundessicherheitsrat entscheiden. Merz begründete die geplante Einschränkung der Lieferungen mit den angekündigten Ausweitungen der israelischen Militäroperationen in Gaza. „Noch härtere militärische Aktionen“ würden es schwieriger machen, eine Waffenruhe mit der Hamas zu erreichen und die Freilassung von Geiseln zu sichern, sagte der Kanzler.
Renk stellt unter anderem Getriebe für israelische Panzer und gepanzerte Fahrzeuge her. Vorstandschef Alexander Sagel sagte der Financial Times, das Unternehmen prüfe die möglichen Folgen der Entscheidung und werde „selbstverständlich die Gesetze und Vorschriften des Landes einhalten“. Gleichzeitig sei klar, „dass wir über einen Plan B sprechen. Plan B ist, die Produktion dieser speziellen Getriebe in die USA zu verlagern“. Israel macht rund zwei bis drei Prozent des Renk-Umsatzes aus. Laut Sagel besteht ein Vertrag zur Lieferung von „Hunderten“ dieser Produkte. Über die noch ausstehenden Mengen äußerte er sich nicht.
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