Deutschland will gemeinsam mit vier weiteren EU-Ländern Rückkehrzentren außerhalb der Europäischen Union aufbauen. In diese Einrichtungen sollen ausreisepflichtige Migranten gebracht werden, die Deutschland verlassen müssen, deren Rückführung in das jeweilige Herkunftsland aber nicht möglich ist. Ziel ist, dass sie nicht dauerhaft in Deutschland bleiben, berichtet die Bild.
Nach Angaben der beteiligten Staaten sollen damit Anreize für irreguläre Migration sinken. Deutschland, die Niederlande, Österreich, Dänemark und Griechenland haben dafür eine „Arbeitsgruppe für innovative Drittstaatenlösungen“ gebildet. Beim Treffen der EU-Innenminister in Brüssel einigten sie sich auf einen konkreten Fahrplan, eine „Roadmap“, für sogenannte „Return Hubs“ (Rückkehrzentren).
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt erklärte gegenüber Bild: „Aus Europa heraus müssen Rückführungen wirksam durchgesetzt werden. Mit ‚Return Hubs‘ sollen neue Möglichkeiten geschaffen und ein klares Signal für mehr Rückführungen gesendet werden.“ Aus dem Innenministerium hieß es demnach, dass nach einer rechtskräftigen Rückkehrentscheidung eine Überstellung in solche Zentren in Drittstaaten möglich sein soll. Von dort aus werde dann die endgültige Ausreise organisiert, entweder in das Herkunftsland oder in ein anderes aufnahmebereites Land.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











