Deutschland wird bald noch viel mehr für den weltweiten Klimaschutz bezahlen

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Deutschland wird bald noch viel mehr für den weltweiten Klimaschutz bezahlen
Bildquelle: Tichys Einblick

Die Klimakonferenz von Baku hat sich im November darauf geeinigt, in den nächsten zehn Jahren die Zahlungen an ärmere Länder und Inselstaaten von 100 auf 300 Milliarden Dollar zu erhöhen. Wer das zusätzliche Geld aufbringt, ist noch nicht geklärt. Bisherige Empfänger wie China und Privatleute sollen das tun, hofft die deutsche Regierung. Doch am Ende wird der deutsche Anteil massiv steigen, ohne dass sich Deutschland und die EU dadurch zusätzlichen Einfluss sichern. Es geht trotzdem um Milliarden.

Schon zwischen 2019 und 2023 sollte auch privates Geld an die Schwellenländer und Inselstaaten gehen. 2019 flossen insgesamt 7,6 Milliarden Euro von Deutschland an diese Nationen. Davon waren 770 Millionen Euro privates Geld. Knapp über zehn Prozent. Nicht viel. Aber deutlich mehr als in den Jahren danach. 2021 gingen 170 Millionen Euro privates Geld aus Deutschland an diese Länder – von insgesamt 8,1 Milliarden Euro. 2,1 Prozent. Die Zahlen stammen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP.

Die Klimaschutzpolitik war immer schon ein Mittel der außenpolitischen Einflussnahme. Das hat im zurückliegenden Jahrzehnt auch durchaus funktioniert: Fonds verpflichteten Unternehmen, sich zum Klimaschutz zu bekennen. Über Geldströme ließen sich kleinere Nationen beeinflussen. Mit Donald Trump sitzt nun ein Präsident im Weißen Haus, der den Klimaschutz-Beschränkungen Einhalt gebieten will. In der Einflussnahme auf andere Länder setzt er auf die militärische und wirtschaftliche Stärke der USA. China wiederum sichert sich Einfluss durch die Finanzierung von Großprojekten und der Verschuldung der Partner dieser Projekte. Die 300 Milliarden Dollar aus dem Klimaschutztopf werden vor diesem Hintergrund zu einer lächerlichen Summe.

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