Die Bundesrepublik Deutschland bleibt das Land der unbegrenzten Absurditäten: Von einer finanziellen Unterstützung, die sich Bürgergeld nennt, profitieren vor allem ausländische Staatsbürger. Wer sich Flüchtling nennt, wird von Medien und Politik als ein solcher akzeptiert, mag er auch fröhlich zahlreiche Länder durchquert haben, ehe er deutschen Boden erreichte. Und der Staat baut inmitten einer Wirtschafts- und Baukrise Unterkünfte für Migranten, als gäbe es kein Morgen.
Die jüngste Empörung über ein am Starnberger See geplantes Luxusdomizil wird nicht die letzte gewesen sein: Deutschland ist auch das Land, das aufgehört hat, sich selbst ernst zu nehmen. Unter der „Ampel“ wird es zum Witz, über den nur die anderen lachen.
Die Absicht der Münchner Landesregierung schlägt hohe Wellen, weil die Gegensätze an der bayerischen Goldküste besonders bizarr zu werden versprechen. Starnberg ist die reichste Stadt Deutschlands. Der Landkreis hat die höchste Millionärsdichte. Zahlreiche Prominente haben dort ihr Domizil gefunden, etwa Peter Maffay, Jens Lehmann, Jürgen Habermas. Nun soll in der Gemeinde Seeshaupt eine Unterkunft für 99 Asylbewerber entstehen (mit Potenzial für mehr). Allein die Kosten, um Altlasten im Boden abzutragen, werden mit 1,7 Millionen Euro veranschlagt. Danach soll ein Gebäude nach neuestem Stand und auf hohem Niveau entstehen, mit Wärmepumpe und Photovoltaik, hübschen Außenanlagen und einer Kinderbetreuung. Der See wäre einen Steinwurf entfernt.
Wer als deutscher Steuerzahler in den Landkreis Starnberg ziehen will, braucht ein prall gefülltes Bankkonto und viel Glück oder gute Beziehungen. Zu den wenigen verfügbaren Objekten in Seeshaupt zählt eine Wohnung von 150 Quadratmetern Fläche. Sie wird für eine Warmmiete von monatlich 2400 Euro angeboten. Der Verkäufer einer 50-Quadratmeter-Wohnung verlangt 545.000 Euro.
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