Wer verhandeln will, sollte die Sprache des Gegenübers sprechen oder zumindest verstehen. „Sprache“ bedeutet dabei mehr als das Verständnis der Worte. Wer mit Russlands Präsident Wladimir Putin (und US-Präsident Donald Trump) verhandeln will, muss vor allem die kalte Sprache der Macht verstehen. Eine Sprache, die Friedrich Merz (CDU) und die Europäer nicht verstehen und in der sie allenfalls stammeln können.
Es beginnt mit dem „Waffenstillstand“, den Merz und die Europäer als Voraussetzung für Friedensgespräche fordern. Ein Wunsch, der gut, richtig und rational ist: Wer verhandelt schon mit einem Gegner, der einem gleichzeitig Bomben auf den Kopf wirft. Das Problem: Es ist nicht Putin, der verhandeln will. Aus seiner Sicht läuft die tägliche (nächtliche) Zermürbung der Ukraine durch Drohnenangriffe und Bombardierungen bestens, und ein Waffenstillstand würde Kiew nur eine Atempause zum Reorganisieren der zerzausten Truppen verschaffen. Kein Wunder also, dass Putin von einem Waffenstillstand nichts wissen will.
Bundeskanzler Friedrich Merz gestern im Weißen Haus in Washington D.C., wo US-Präsident Donald Trump mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und europäischen Staats- und Regierungschefs zu Gesprächen über ein Ende des russischen Krieges in der Ukraine zusammen kam.
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