Tausende Volkswagen-Angestellte protestierten am Montag im Rahmen des IG Metall-Warnstreiks in Baunatal (Kassel). Der größte deutsche Autobauer steck in einer tiefen Krise. Die Verkaufszahlen sinken, mindestens drei Werke sollen geschlossen werden, zahlreichen Mitarbeitern droht der Verlust ihres Arbeitsplatzes. Der Grund: Jahrelanges Missmanagement und das Setzen auf die falsche Technologie, das E-Auto.
Über den Zerfall der deutschen Schlüsselindustrie sprachen am Dienstagmorgen Marc Friedrich und Julian Reichelt bei NIUS Live. „Man hat sich einseitig positioniert und muss jetzt die Zeche zahlen“, kommentiert der Bestsellerautor Friedrich. „Man opfert die eigene Industrie, um irgendein Ziel zu erreichen“. Stets sei der Klimaschutz ideologisch über das Geschäft gestellt worden, doch „ohne Wohlstand werden wir auch das Klima nicht retten können“. Der ehemalige VW-Chef Herbert Diess sei einer der Mitverantwortlichen für den zerstörerischen Kurs des Autokonzerns gewesen, so Reichelt.
Dabei sei die Erzählung des sauberen Elektroautos ohnehin eine Lüge. China werde oft als Vorbild genannt, dort verkauften sich besonders viele der mit Batterie betriebenen Fahrzeuge. Der Strom, mit dem diese aufgeladen werden, sei jedoch alles andere als grün. „Das chinesische E-Auto fährt mit Kohle. Es ist nicht umweltfreundlich“, erklärt Reichelt. Hinzu komme, dass ein Großteil der Autos vom Staat gekauft würde, um die Bilanz zu verbessern. Später stünden sie auf Halden und hätten nicht einen Kilometer zurückgelegt, so Friedrich.
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