Neben den zahlreichen Schäden und Störungen an der deutschen Schieneninfrastruktur – und den vor diesem Hintergrund notwendigen Baustellen –, die zuletzt zu massiven Ausfällen und Verspätungen bei der Deutschen Bahn führten, werden Pendler und Reisende wohl schon bald die nächste Belastung zu spüren bekommen: Bevorstehende Streiks der Lokführer könnten die Zuverlässigkeit des Bahnverkehrs weiter verschlechtern.
Hintergrund ist der wieder aufflammende Tarifstreit zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). Ab heute verhandeln die Vertreter von DB und GDL erneut über höhere Löhne für die Beschäftigten. Die Erwartungen sind hoch: Die GDL fordert mindestens 3,5 Prozent mehr Lohn. Durch eine Neuordnung der Tarifstruktur erwartet man für die Belegschaft jedoch bis zu 8 Prozent mehr Einkommen.
Auf die letzte Verhandlung, die im Jahr 2024 gescheitert war, folgten im März massive, teils spontane Wellenstreiks. Sowohl der Fern- als auch der Regionalverkehr wurden dadurch erheblich beeinträchtigt. Das formulierte Ziel der Verhandlungen war laut dem damaligen Gewerkschaftschef Claus Weselsky die Einführung einer 35-Stunden-Woche für Schichtarbeiter bei vollem Lohn sowie zusätzliche Gehaltserhöhungen. Dem stimmt die Deutsche Bahn vorerst nicht zu.
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